Eigen/Sinn – Werke aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, ausgestellt im Bundesrat Berlin

Klaus Killisch

„Killisch ist ein moderner Interpret von Sound und Seelen-Texturen seiner Generation. Als Maler und Musiker verbindet er seine Geschichte mit der Pop- und Weltgeschichte.“ (Christoph Tannert, Kunsthistoriker)

Wie kaum ein anderer Maler steht Klaus Killisch in den 1980er-Jahren für die aufkommende, lustvolle Rebellion der Kunst gegen jegliche Form starrer gesellschaftlicher, ästhetischer und politischer Konventionen. Mit seinen Werken versucht der Künstler die herrschende Endzeitstimmung in Ost wie West zu verarbeiten, welche sowohl als aufregend wie gleichermaßen verwirrend betrachtet wurde. Da die Stimmung seiner Bilder maßgeblich von dem damaligen Zeitgeist geprägt ist, erzeugen viele seiner Bilder noch heute Wahrnehmungskorrespondenzen bei den jeweiligen Betrachtern.

In den 1980er-Jahren brachen viele junge Künstler aus und malten statt wie zuvor klar und nüchtern nun anders: wild, schwungvoll und mit viel Ausdruck. Die Malerei der sogenannten „Jungen Wilden“, zu denen auch Killisch zählt, war emotionsgeladen und expressiv. Der Künstler versteht die Oberfläche seiner Bilder dabei als Überraschungsraum. Die meist knalligen Primärfarben scheinen dabei unkontrolliert und unaufhaltsam über collagierte oder gemalte Figuren zu wandern.

Bildauswahl

Klaus Killisch, 1959 in Wurzen/Sachsen geboren, lebt und arbeitet in Berlin

1981 – 1986 Studium Malerei, Kunsthochschule Berlin-Weißensee

1999 Einzelausstellung „Plaza Gallery“, Tokio

2006 Gründungsmitglied „Collektive Task“, Gruppe präsentierte Projekt 2012 im „Museum of Modern Art“ in New York, zahlreiche Stipendien und Auslandsaufenthalte in Frankreich, Italien, Irland, USA, Japan