Nicht draußen vom Walde kommt sie her: Im Garten einer ehemaligen Forstarbeiterin ist sie groß geworden: 10 Meter misst die Tanne aus der Gemeinde Schenkendöbern, die seit heute im Glanz der Lichterketten vor dem Bundesrat leuchtet.

Dank an das Team des THW (Foto: Bundesrat/Frank Bräuer)

Dank an das Team des THW (Foto: Bundesrat/Frank Bräuer)

Alle Jahre wieder kommt das hochgewachsene Tannengrün vor der Länderkammer aus einem anderen Bundesland, ein föderaler Tannenbaum sozusagen. Mit Brandenburgs amtierendem Bundesratspräsident Dietmar Woidke beschert die Lausitz dem Bundesrat dieses Jahr die vorweihnachtliche Freude.

Eigenhändiger Dank Woidkes fürs THW

Am heutigen Plenartag bedankte sich Woidke eigenhändig beim Team des THW, das den Baum vergangenes Wochenende gefällt und die rund 150 Kilometer nach Berlin transportiert hatte. Keine so leichte Sache: Schließlich sollte die Tanne vor dem Transport genauso prächtig aussehen, wie danach.

Butterweiche Nadeln – und keine gekrümmt

Tatsächlich wurde ihr aber so gut wie keine Nadel gekrümmt. Und das will etwas heißen. Denn ein wesentliches Merkmal der Küstentannen sind gerade ihre langen Nadeln. Zerrieben duften sie nach Orange.

Ein Baum mit Zukunft

Ursprünglich kommt die Küstentanne aus dem westlichen Nordamerika. Sie gehört zu den schnell wüchsigsten und höchsten Tannenarten und gilt als ausgesprochen anspruchslos. Trockenheit macht ihr wenig aus. Deshalb ist sie die perfekte Stadttanne. Aber auch für die trockenen Brandenburger Sandböden eignet sie sich bestens: Im Zeichen des Klimawandels also nahezu ein Baum mit Zukunft.

Text: bundesrat.de