Bundesratspräsident Dietmar Woidke beging am 17. November 2019 gemeinsam mit Repräsentanten der vier anderen Verfassungsorgane des Bundes und dem Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag.

Gedenkveranstaltung im Bundestag (Foto: Staatskanzlei Brandenburg/Oliver Lang)

“Seit 100 Jahren gedenken wir am Volkstrauertag der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Wir denken an die großen Lücken, die diese Menschen hinterlassen haben, in ihrer jeweiligen Heimat, in den Leben derer, die ihnen am Herzen lagen”, erklärt der Bundesratspräsident zum diesjährigen Gedenktag.

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

“Aber wir denken auch daran, dass aus dem Hass, der Feindschaft und dem Krieg von gestern ein besseres Morgen entstehen kann. Das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen ist dafür das beste Beispiel: Trotz des unsäglichen Leids, das von Deutschland auf Polen ausging, sind wir heute nicht nur Nachbarn, sondern Freunde. Auch dazu mahnt uns der Volkstrauertag: Aus der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft zu gestalten”, betont Woidke.

Gemeinsame Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung

Die gemeinsame Kranzniederlegung fand in der Neuen Wache statt – der Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Anschließend nahm der Bundesratspräsident an der zentralen Gedenkveranstaltung im Bundestag teil. Die Gedenkrede hielt der Stadtpräsident von Wroclaw (Breslau) a.D. Dr. Rafal Dutkiewicz. Das Totengedenken sprach Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier.

Musikalisch unterlegt wurde die Gedenkveranstaltung von Chören aus Deutschland und Polen. Traditionell schlägt der Ministerpräsident, der als Präsident des Bundesrates amtiert, einen Jugendchor aus seinem Bundesland für die Gedenkstunde vor. In einer glücklichen Fügung war dies in diesem Jahr mit Brandenburg ein Nachbarbundesland Polens. Auf Anregung von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke konnten der Landesjugendchor Brandenburg sowie der Adoramus-Kammerchor aus der polnischen Grenzstadt Słubice gewonnen werden. Die beiden Chöre sangen Stücke auf deutsch und polnisch.

Fotos: Staatskanzlei/Oliver Lang